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UKW- und Webradionachrichten. 23.01.2026 - 6 Uhr

26. 01. 23

+ London: House of Lords stimmt für Social-Media-Verbot für Jugendliche
+ Davos: Kanzler warnt vor neuer Weltordnung und setzt auf starkes Europa
+ Berlin: Pflegekosten für Heimbewohner steigen deutlich
+ Weitere Meldungen des Tages

London - mikeXmedia -
Mit Großbritannien wird es bald ein weiteres Land geben, dass künftig auf ein Social-Media-Verbot für unter 16-jährige setzt. Die Mitglieder des Parlaments stimmten klar für eine entsprechende Gesetzesänderung, die zuletzt auch von prominenter Seite, etwa durch Schauspieler Hugh Grant, unterstützt wurde. Entscheidend bleibt jedoch das von der Labour-Partei dominierte Unterhaus. Die Regierung von Premierminister Starmer zeigte sich bislang zurückhaltend, schließt ein Verbot aber nicht mehr vollständig aus. Nun soll eine dreimonatige Konsultationsphase Vor- und Nachteile sowie weitere Einschränkungsoptionen prüfen.

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Davos - mikeXmedia -
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat Kanzler Merz vor einer neuen Phase der internationalen Politik gewarnt. Der Ukrainekrieg habe die bisherigen Machtverhältnisse verschoben und ein Zeitalter der Großmächte eingeläutet. China spiele inzwischen ganz oben mit, während die USA auf den wachsenden Druck mit einer deutlich veränderten Außen- und Sicherheitspolitik reagieren. Merz machte zugleich deutlich, dass Europa dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen müsse. Der Kontinent könne seine Zukunft aktiv mitgestalten, wenn er geschlossen auftrete, in Sicherheit investiere und wirtschaftlich konkurrenzfähig bleibe. Deutschland wolle dabei Verantwortung übernehmen und weiter zum Fortbestand der NATO beitragen.

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Berlin - mikeXmedia -
Die Pflegekosten für einen Heimaufenthalt sind auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Monatlich werden im Schnitt im ersten Jahr inzwischen gut 3.200 Euro fällig. Laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zum Jahresbeginn bedeutet das 137 Euro mehr als im Juli 2025 und 261 Euro mehr als zu Beginn des Vorjahres. Die Steigerung verschärft den Druck auf die Bundesregierung, Pflegebedürftige mit der geplanten Reform zu entlasten. In der Summe enthalten sind Eigenanteile für Pflege und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitions- und Ausbildungskosten, die die Pflegeversicherung nicht vollständig übernimmt.