UKW- und Webradionachrichten. 17.01.2026 - 18 Uhr

26. 01. 17

+ Teheran: Irans Führung macht Trump für Massenproteste verantwortlich
+ Kopenhagen: Proteste gegen Trumps Grönland-Pläne
+ Washington: US-Bundesgericht schränkt ICE-Einsätze ein

Teheran - mikeXmedia -
Irans oberster Führer Chamenei gibt US-Präsident Trump die Schuld an den landesweiten Massenprotesten. Vor Anhängern in Teheran erklärte er, Trump habe direkt in die Unruhen eingegriffen und die Menschen ermutigt, weiterzumachen. Die USA trügen Verantwortung für Opfer, Schäden und die Diskreditierung des iranischen Volkes, so Chamenei. Gleichzeitig warnt die europäische Flugsicherheitsbehörde Airlines vorerst davor, den iranischen Luftraum zu nutzen. Auch in angrenzenden Ländern sei besondere Vorsicht geboten, vor allem in der Nähe von US-Militärstützpunkten. Die Empfehlung gilt zunächst für rund einen Monat.

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Kopenhagen - mikeXmedia -
In Kopenhagen und weiteren dänischen Städten haben tausende Menschen gegen die Grönland-Pläne von US-Präsident Trump demonstriert. Auf dem Rathausplatz waren zahlreiche dänische und grönländische Fahnen zu sehen. Die Kopenhagener Oberbürgermeisterin erklärte, die Botschaft sei eindeutig: Grönland sei keine Ware. Auch in Aarhus machten Vertreter der Stadt deutlich, dass die arktische Insel Rückhalt habe. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, Trump begründet seine Pläne mit Sicherheitsinteressen der USA. Die Demonstranten wiesen Forderungen nach einer Übernahme entschieden zurück.

Die Bundeswehr hat unterdessen in Grönland gemeinsam mit Streitkräften weiterer NATO-Staaten eine europäische Erkundungsmission begonnen. Rund zwanzig deutsche Soldaten sind auf der Arktisinsel eingetroffen. Hintergrund sind die jüngsten US-Drohungen zur Übernahme Grönlands und die wachsenden Spannungen in der Region. Die Mission soll die Grundlage für die Planung einer künftigen Militärübung schaffen. Neben Deutschland beteiligen sich auch Frankreich, Schweden und Norwegen an dem Einsatz. Ziel ist es, die militärische Zusammenarbeit im hohen Norden zu stärken.

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Minneapolis - mikeXmedia -
Ein Bundesgericht im US-Bundesstaat Minnesota hat der Einwanderungsbehörde ICE deutliche Grenzen bei ihrem Vorgehen gegen Demonstranten gesetzt. Die zuständige Richterin entschied, dass Bundesbeamte friedliche Personen nicht festnehmen, nicht mit Pfefferspray oder ähnlichen Mitteln begegnen und Fahrzeuge nur bei einem begründeten Verdacht anhalten dürfen. Pauschale Kontrollen ohne konkrete Beeinträchtigungen der Einsätze sind demnach unzulässig. Die Entscheidung folgte auf Berichte über aggressives Verhalten von ICE-Kräften.

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